E-Mobilität für gewerbliche & kommunale Fuhrbetriebe

  • Beitrags-Kategorie:Anfragen

Sachverhalt:

Die Verwaltung beantwortet die Fragen der BOB-Ratsfraktion wie folgt:

  1. Ist der Verwaltung bekannt, wie viele Betreiber von betrieblichen, kommunalen Fuhrparks sowie Dienstfahrzeugen eine Förderung für den Aufbau von „nicht öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur“ in Anspruch genommen haben?

Der Verwaltung ist nicht bekannt, wie viele Betreiber von betrieblichen, kommunalen Fuhrparks sowie Dienstfahrzeugen bisher eine Förderung für den Aufbau von „nicht öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur“ in Anspruch genommen haben.

Die Stadt Osnabrück nutzt für den Aufbau ihrer nicht öffentlichen Ladeinfrastruktur für Dienstfahrzeuge seit 2018 Förderungen aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“. Daraus wurde bisher an folgenden Standorten Ladeinfrastruktur realisiert:

–          Schlachthofstraße 18-20

–          Feuerwache, Nobbenburger Str. 4

–          Feuerwache Nord, Nordstraße 2

–          Bremer Straße 101

–          Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink

–          Heger Friedhof

–          OSB Klöcknerstraße

  1. Welche Maßnahmen sind bisher beraten bzw. beschlossen worden, um die entsprechenden Unternehmen beim Umstieg auf elektrisch betriebene Fahrzeuge zu unterstützen bzw. welche Bemühungen wurden unternommen, um die Förderprogramme den Betreibern bekannt zu machen.

Seit 2017 unterstützte der Bund im Rahmen des „Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020“ die besonders mit Stickstoffdioxid belasteten deutschen Städte bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge und beim Aufbau der nicht öffentlichen Ladeinfrastruktur. Hierzu zählte auch die Stadt Osnabrück. Investitionszuschüsse richteten sich damit vornehmlich auch an in Osnabrück ansässige oder verkehrende Unternehmen. Die Stadt Osnabrück informierte frühzeitig mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit über die Fördermöglichkeiten und unterstützte die Unternehmen bei der Antragsstellung mit telefonischen Beratungen und einem eigenen Leitfaden zur Antragsstellung im Internet.

Daneben hat die Stadt Osnabrück geprüft, ob die seit 2019 gewährten Zuschüsse aus der „Landeszuwendung zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität und Verbesserung der Luftreinhaltung in der Stadt Osnabrück“ auch für entsprechende Maßnahmen von Unternehmen weitergegeben werden können. Dies ist allerdings nicht möglich.

Im Rahmen des Masterplanprozesses hat die Stadt Osnabrück zusammen mit den Stadtwerken eine externe Arbeitsgruppe „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ gebildet, aus der inzwischen ein Runder Tisch hervorgegangen ist. Lokale und regionale Firmen und Institutionen können sich beteiligen und Themenwünsche einbringen. So war z.B. bereits 2018 das Thema Elektromobilität ein Schwerpunktthema.

Derzeit bezuschusst die KfW den Ausbau von nicht öffentlicher Ladeinfrastruktur zum Aufladen von Firmenfahrzeugen und Privatfahrzeugen von Beschäftigten mit einem Zuschuss von 900 € / Ladepunkt. Voraussetzung für die Förderung ist, dass für die Lade­stationen ausschließlich Strom aus erneuer­baren Energien genutzt wird – zum Beispiel direkt aus der eigenen Photovoltaik-Anlage oder über einen Energieversorger.

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur wird derzeit allerdings durch Lieferengpässe aufgrund einer sehr hohen Nachfrage und weltweiten Knappheit an Elektronikkomponenten ausgebremst. So können die Stadtwerke ihren Kunden derzeit keine Ladeboxen anbieten. Die Stadtwerke arbeiten allerdings an einer Lösung, um den Kunden bald wieder ein Angebot machen zu können.

  1. Beziehen die Stadtwerke den Strom für die von ihnen genutzten elektrischen Fahrzeuge zu 100% aus regenerativen Energien (Fördervoraussetzung) und wenn ja, könnte man diesen auch den Taxi– und Kurierdiensten zugänglich machen?

Ja, die Stadtwerke verwenden zur Ladung ihrer Elektrofahrzeuge ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien und bieten ihren Geschäftskunden auch entsprechende Ökostromtarife an. Die Tarife für die Osnabrücker Kunden beinhalten sogar Regionalstrom (d.h. Erzeugung und Verbrauch liegen max. 50 km auseinander).

Die OPG hat ausschließlich öffentliche Ladesäulen installiert und daher keine Förderung für nicht öffentliche in Anspruch genommen. Die OPG hat aber bereits ihren Strombezug, nicht nur den Ladestrom, auf 100 % Ökostrom umgestellt. An allen Ladesäulen der OPG wird entsprechend 100 % Ökostrom verwendet.

gez. Leyers

You are currently viewing E-Mobilität für gewerbliche & kommunale Fuhrbetriebe